
Donnerstag, 25. September 2025
Heute haben wir wieder 3 interessante Orte besucht:
1. Papiermühle
Nach einer regenintensiven Nacht will es heute auch nicht enden. Auch die Temperatur will nicht steigen und wir die 6° heute nicht übersteigen. Also stellen wir unser Programm auf Indoor Aktivität um. Google-Maps und Prospekte unterstützen uns dabei. Als erstes besuchten wir eine alte Papiermühle in Niederzwönitz. Die Papiermühle Niederzwönitz, 1568 erstmals urkundlich erwähnt, ist eine der ältesten, heute noch funktionsfähigen Papiermühlen Deutschlands und assoziiertes Objekt des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge. In der Schöpfwerkstatt werden die Anfänge der Papierherstellung begreifbar. Büttenpapier und Wasserzeichen spannen den (Papier)bogen zum Bergbau, der gut dokumentiert werden musste und dafür reichlich Papier benötigte. Die durchgängige Nutzung seit 1568, letzthin als Pappenfabrik, macht die Papiermühle zu einem authentischen Schauplatz der Papier- und Pappenproduktion. Eine mit dem Smartphone begleitete Zeitreise durch die Arbeits- sowie Wohnbereiche entführt ins Jahr 1938, das Jahr, in dem das Walzwerk den originalen, noch funktionstüchtigen Maschinenpark vervollständigte. In einem zweiten Teil wird aufgezeigt, wie die letzte Familie um 1930 herum hier an diesem Ort gewohnt hatte. Und als dritter Teil die momentane Ansichtskartenausstellung von Papier-Museumsmitglied Eckhard Stölzel ist bemerkenswert. Sammelt er doch Ansichtskarten seit er 10 Jahre alt ist und hat heute eine stattliche Sammlung von 150’000 Stück. Er ist weltweit vernetzt und so erhält er auch Karten aus aller Welt.
2. Knochenstampfe
Wir fuhren anschliessend etwas das Tal hinauf zur Knochenstampfe. In diesem Ortsteil befindet sich die einzige erhaltene Knochenstampfe des Erzgebirges. Das bis 1954 gewonnene Knochenmehl würde als Düngemittel eingesetzt. In schweren Jahren wurde auch schwarz, verbotener weise, Getreide gestampft. Leider befindet sich dieses Museum im Umbau, Renovation. Trotzdem durften wir die alte Stampfe besichtigen. Vorher schauten wir jedoch die Ausstellung 150 Jahre Bahngeschichte zwischen Chemnitz, Aue und Adorf an. Es war eine Spannenden Ausstellung.
3. Wasserschloss Klaffenbach
Das Wasserschloss Klaffenbach, ein einzigartiges Beispiel für ein Renaissance-Wasserschloss, wurde im 16. Jahrhundert von Wolff Hünerkopf erbaut und hat eine faszinierende Geschichte. Das Schloss ist von aussen sehr ansehnlich, doch innen enttäuschend. Bis auf den sehr schönen Dachstuhl findet man keine Utensilien aus der Schlosszeit. Dafür eine Zeitausstellung von Renate Müller Spielzeug + Design Sonneberg. Eine Künstlerin und Spielzeugherstellerin , welche Angelika und ich nicht kannten. Anlässlich ihres 80. Geburtstag wird sie geehrt. Am wohl bekanntesten sind die in traditioneller Handarbeit aus Jute, zunächst blauem und rotem Leder sowie Holz gefertigten Rupfentiere. Sie sind nicht nur Spielgeräte, sondern vereinen gutes kindgerechtes Design und Handwerkskunst auf höchstem Niveau mit therapeutischem Nutzen. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, schauten wir noch in der Glasmanufaktur hinein.