
Mittwoch, 24. September 2025
Die ganze Nacht hat es gestürmt. Der Wind riss am Gebäude und mach schnurrige Ton hörten wir die Nacht hindurch. Einerseits wegen dem Sturm und andererseits da der Himmel bedeckt war, ging mein Wunsch nach Sternenfotografie nicht auf hier oben. Am frühen Morgen sah ich eine Wolkenöffnung im Osten und hoffte, wenigstens einen schönen Sonnenaufgang zu erleben, fotografieren zu können. Leider schloss sich diese Lücke eh die Sonne hervorkam.
Vor dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen wieder zusammen um einen Teil vor dem Frühstück ins Auto zu bringen. Wir genossen das Frühstück nochmals ausgiebig. Zweiter Teil ins Auto, Zimmer bezahlen und los ging die Fahrt.
Erst nach Jöhstadt wo wir die historische Pressnitztalbahn besichtigen wollten. Viele Wagen standen auf den Geleisen umher wie auch eine Diesellok. Aus einem Schuppen kam eine Person heraus, wir kamen ins Gespräch und ich fragte ihn, ob im Schuppen die Dampfloks untergebracht seien.
Er öffnete diesen für uns wir sahen drei Generationen Dampflokomotiven. Die Baujahr jüngste war der ersten nachgebaut aus den frühen 1800er Jahren als die Strecke ins Leben gerufen wurde. Wir erfuhren viel über die drei Loks wie auch über die Bahn und deren grösstes Projekt ab nächstem Jahr. Sie reissen einen Wohnblock nieder um den Bahnhof originalgetreu wieder nachzubauen. Beim Verabschieden wünschten wir gutes Gelingen mit dem Grossprojekt.
Wir fuhren der Bahnstrecke durch das Schmalzgrubental entlang bis zum Endbahnhof in Steinbach.
Weiter ging es über sehr schöne Landstriche, schmale bis sehr schmale Strassen nach Annaberg-Buchholz. Hier war ganz früher Angelikas Mutter als Jugendliche öfter in den Ferien. Erst besichtigten wir einen Laden „Schwibbogen“. So heissen die schönen und in vielen Variationen hergestellten Lichterbogen. Geschichte des Schwibbogens: Die ursprüngliche Bedeutung des Schwibbogens ist die Sehnsucht der Bergleute nach Licht. Der Bogen symbolisiert hierbei den Himmelsbogen und die darauf aufgesetzten Lichter, stehen für die Sehnsucht dem Tageslicht. Wegen den langen Schichten Untertage, sahen die Bergleute, in der ohnehin dunklen Winterzeit, kaum Tageslicht. Eine andere Deutung ist, das der Schwibbogen den gemauerten Rundbogen eines Mundloches (Eingang zum Bergwerkschacht) symbolisiert und die Lichter die Fackeln über dem Eingang. Die Geschichte des Schwibbogens begann im Erzgebirge des 18. Jahrhunderts – der älteste Bogen, von dem man weiss, stammt bereits aus dem Jahr 1740. Anschliessend besichtigten wir die St. Annenkirche welche schöne Schnitzereien aufwies. Diese spätgotische Kirche mit dem 78.6m Hohen Glockenturm wurde 1525 vollendet und besitzt eine Orgel mit 4’583 Pfeifen.
Es windete immer noch sehr stark, was die effektive Temperatur von 11 Grad gefühlt viel kälter war. Also los, fahren wir nach Zwönitz. Wieder eine sehr abwechslungsreiche Fahrt durch Wälder, Täler entlang, mal hinauf und dann wieder hinunter.
Zwönitz ist eine Bergstadt im sächsischen Erzgebirgskreis und bildet zusammen mit Elterlein die Verwaltungsgemeinschaft Zwönitz. Sie liegt auf 550 m.ü.M. und hat ca. 11’358 Einwohner. Wenn man weiter in Wikipedia liest, dann erfährt man viel über die bewegte Vergangenheit dieser Stadt.
Wir fuhren unsere Unterkunft, den Brauerei Gasthof Zwönitz an. Nach einer kleinen Verköstigung, fest und flüssig, bezogen wir unser kleines, schmuckes Zimmer. Im Shop der Brauerei deckten wir uns mit einigen Kleinigkeiten ein.